Im Norden Spaniens, zwischen der Mittelmeerküste und den Pyrenäen, liegt die Region Katalonien, deren Hauptstadt Barcelona ist. Zu Katalonien gehören die überaus beliebten Küstenabschnitte der Costa Brava und der Costa Dorada. Hier finden sich weite Strände und ein sehr angenehmes Klima empfängt den Besucher. Katalonien besitzt eine ganz eigene Kultur und unterscheidet sich recht deutlich von den übrigen Regionen in Spanien, unter anderem auch durch seine Sprache. Für einen Familienurlaub ist diese Region wie geschaffen. Die Küche in Katalonien hat einen überregional guten Ruf und ist besonders für alle Arten von lecker zubereiteten Meeresfrüchten, aber auch für seine exzellenten Reisgerichte und seine verführerischen Desserts bekannt. Die Katalanische Creme ist unbedingt eine Sünde wert. Auch die Weine aus dieser Gegend sind qualitativ sehr hochwertig.
Zwischen dem Kap Creus und dem Höhenzug Montgrí, liegt im Nordosten von Katalonien am Ende des Golf von Roses, die historisch sehr interessante gleichnamige Stadt. Die Überreste der 776 v. Chr. gegründeten Stadt Roses an der Costa Brava, die damals griechisch war und Rhode hieß, bilden zusammen mit dem alten hellenischen Viertel, der römischen Siedlung und dem lombardisch-romanischen Kloster, die weit über die Grenzen Kataloniens bekannte Zitadelle, eine militärische Festungsanlage aus dem 16. Jahrhundert. Sie präsentiert auf 131.000 m² zahlreiche archäologischen Fundstücke.
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Burg Trinitat. Sie liegt auf der Anhöhe Punta de la Poncella. Hier erkennt man noch die Grundstruktur einer von den Westgoten im siebten Jahrhundert erbauten Burg, deren Mauern beeindruckende zwei Meter dick waren und die ehemals drei verschiedene Terrassen zur Verteidigung besaß. Ganz in der Nähe der Burg Trinitat steht auch der Leuchtturm von Roses.
Begibt man sich in das Zentrum des idyllischen Ortes ist die kleine Pfarrkirche Santa María einen Besuch wert, ebenso wie Casa Mallol, ein im Jugendstil erbautes Haus, bei dem man bereits an der Hauptfassade die Elemente des Jugendstils erkennen kann. Im Inneren des Gebäudes sind wunderschöne Zierdecken erhalten und man kann schmiedeeiserne Kunst bestaunen. Heute hat hier das Rathaus von Roses seinen Sitz.
An der Küste von Roses liegen, in stillen Buchten und zwischen den beeindruckenden Klippen, großzügige Sandstrände und laden mit ihrem kristallklaren Wasser zum Schwimmen, Surfen, Tauchen und Schnorcheln ein. Sie sind für einen vergnüglichen Strandurlaub in Spanien wunderbar geeignet.
Wenn einem der Sinn danach steht, kann man vom 240 Meter hohen Aussichtspunkt auf dem Berg Puig-Rom in Roses eine beeindruckenden Blick über die Buchten und in das Hinterland bis zu den Pyrenäen genießen.
Überall in Roses findet man nette Restaurants, kultige Cocktailbars und großzügige Terrassen, die unmittelbar an der Küste liegen und einen traumhaften Ausblick auf das Meer ermöglichen. Etwa 4 Kilometer von der Stadt Roses entfernt, lädt das Restaurant des Meisterkochs Ferran Adrià zum Genießen ein. Hier wird die katalonische Küche geradezu zelebriert.
Auch der Fischereihafen von Roses ist sehenswert. Es war einst ein natürlicher Hafen, der im Mittelalter wegen seiner günstigen Lage Schauplatz zahlreicher Seeschlachten war. Ab 1902 erhielt der, bis dahin unbefestigte, Hafen dann seine erste Handelsmole. Bis heute fanden weitere Veränderungen statt und der Hafen gehört nun zu den drei größten und wichtigsten Fischereihäfen Kataloniens.
Der seit 2004 existierende Sporthafen bietet seinen Besuchern unzählige Attraktionen und hat viel Platz für zahlreiche sportliche Aktivitäten.
In der Nähe des Hafens laden außerdem Unterwasserschiffe dazu ein, den Reichtum an Pflanzen und Tieren im Meer zu bestaunen. Wer das Abenteuer über Wasser sucht, findet es in dem nahen Gebirge Sierra de Rodes oder in dem Naturparks Aiguamolls de l´Empordà und Cap de Creus.
Die Landschaft ist wunderschön, lädt zum Wandern und Klettern ein und ermöglicht es, die letzten Ausläufer der Pyrenäen zu bestaunen.
Von Roses aus lassen sich außerdem viele malerische Orte entdecken, zum Beispiel Cadaqués oder Port de la Selvand. An die erste Besiedlung dieses Küstenabschnittes erinnern bis heute die drei großen Dolmen, von denen einer das größte Grabdenkmal dieser Art in ganz Katalonien ist. Es steht seit 1964 unter Denkmalschutz.
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